Bunter Abend zeigt Merings Unterwelten

Das diesjährige Motto Meringer Unterwelten, sollte für die Akteure des Bunten Abend heuer zur bitteren Realität werden. Beinahe wären diese Veranstaltungen selbst durch die plötzliche Sperrung des Papst-Johannes-Hauses untergetaucht. Doch dank der vereinten Kräfte der Organisatoren Anna Ruf (Karten), Christine Rauner (Programm), Günther Magg (Technik) und Barbara Dosch (Gastronomie) und ihrer Helfer konnte das Kulturgut des Meringer Faschings in Zusammenarbeit mit dem Landkreis als Hausherrn in der Gymnasiumsaula Unterschlupf finden.

Bettina Metz führte als charmante Schaffnerin durch die mehrstündige Fahrt des Meringer Untergrundnetzes, bei dem die Autoren einige lokale und überregionale kirchliche und politische Themen mit viel Humor und teils spitzer Zunge beleuchteten. Angefangen vom feinsinnigen Detektiv, der aufspürt und in Abgründe blickt, über die Lechfeldarchäologen, die in Merings westlichen Koat-Hügellandschaften so manches Artefakt an Gewerbegebietsplanung oder Afra-Geschichte ausbuddelten bis hin zu erfolglosen Bankräubern, die sich durch die sich wandelnde Geschäftswelt im Innenort tunneln. Neues und Altes führte das Team rund um den Kirchturm zusammen und nahmen sogleich Pastoralpraktikant Daniel Dambacher und Mesner Oliver Kosel, der Das Bühnenbild des Bunten Abends 2019 Aktuell in Mering 47 Berichte aus den Gruppierungen sich von Kissings Gewölben nach Mering durchgegraben hatte, mit ins Team auf. Musikalisch freuten sich die Gstanzlsänger über die heurige gute Bierauswahl des Augustiner Hell und die Trachtler betanzten fetzig und bunt den Abschied vom Sommerkeller mit Partyhits ihrer Show Let`s Fetz.

Nach der Pause wurde es dann auch für einige Politiker heiß und so mancher wünschte sich ein Erdloch zum Abtauchen, denn sowohl ein Maulwurf als auch ein Teufelsweib gruben pikante Details zu den Praktiken und Wortergüssen von Lokalprominenz, Gemeindegremien und Kirchenoberen aus. Da halfen dann nur noch die Tipps der schlupflochsuchenden Penner, die vorschlugen, die neuen gelben Tonnen als praktisches Einzimmerapartment zu nutzen, um endlich aus dem Untergrund herauszukommen. Den Abschluss bildete wie immer die Los Promillos, die mit Hits um die Erdarbeiten von Baggermeister Ludwig Ortlieb oder dem einsturzgefährdeten Haus von Rocky Docky alias Pfarrzentrum das jehe Ende der Vision 2025 besangen. Der Bunte Abend führte querbeet durch Merings Keller, Gruben, Paragraphenschlupflöcher und dunkle Flecken und die zahlreichen Besucher bewiesen mit ihrem Beifall einmal mehr, dass sich der Pfarrfasching über die Jahre zu einem wichtigen kabarettistischen Kulturgut entwickelt hat, für das sich die Mühe trotz aller Widrigkeiten gelohnt hat.

Christine Rauner

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