Pfarrer Schwartz in Togo

Mission: Keine Einbahnstraße!

Im Februar reisten wir (Pfarrer Thomas Schwartz und Kaplan Joseph Afatchao) gemeinsam nach Togo in die Heimat unseres afrikanischen Seelsorgers. Dieser Aufenthalt stellte beileibe kein Urlaubsvergnügen dar, sondern sollte neben Informationen über dieses westafrikanische Land, das bis 1918 eine deutsche Kolonie gewesen ist und anschließend bis zu seiner Unabhängigkeit ein französisches Mandatsgebiet war, Möglichkeiten zur Förderungen einzelner Projekte eröffnen, denen wir uns als Pfarrei in den kommenden Jahren widmen können.

Kaplan Joseph hatte dementsprechend eine umfassende Agenda mit Besuchen, Gesprächen und Begegnungen zusammengestellt, die diese Informationsreise zu einem zwar anstrengenden, aber zugleich höchst anregenden Erlebnis gemacht haben.

Recht schnell wurde mir klar: Mission ist keine Einbahnstraße! Das will sagen: Die Unterstützung von kirchlichen und caritativen Projekten in weniger entwickelten Ländern ist alles andere als reines Almosengeben.

Die Kirche in Togo ist lebendig, wächst stetig und ist in einem bewegenden Sinn missionarisch ausgerichtet. Das erkennt man nicht allein an der Tatsache, dass wir in unserer Pfarrgemeinde einen Priester aus dem Togo als einen unserer Seelsorger haben, dessen Freundlichkeit und Charme ansteckend wirken. Vielmehr verstehen sich die Gemeinden und Einrichtungen, die wir besuchen konnten, als Zentren des Gebetes für die Weltkirche, auch für uns. Selten haben wir mit mehr Inbrunst um geistliche Berufungen in unserer Heimat Deutschland beten gesehen und gehört, wie in den togolesischen katholischen Gemeinden, die wir besuchen konnten.

 

Projekte, die wir gerne unterstützen möchten

Eine Pfarrei wie die unsere kann nicht einem ganzen Land und auch nicht einer ganzen Diözese helfen. Während der Reise waren es besonders drei Projekte, die unserer Überzeugung nach geeignet sind, zukünftig von unserer Pfarrgemeinde besonders unterstützt zu werden. Wichtig dabei ist uns allen, dass wir deshalb unser bisheriges Langzeitprojekt in Tansania, das mit dem Namen unseres Meringer Ottilianer-Missionars, P. Wilhelm Dosch verbunden ist, selbstverständlich weiterhin fördern werden.

 

1. Eine Kirche für Eleme

Das wichtigste Projekt ist der Bau einer Kirche in dem Dorf Eleme im Landesinneren von Togo. Die Armut der Menschen dort ist bedrückend. Umso inniger ist ihr begeisternder Glaube, der sie dazu führt, ohne große Rücklagen endlich eine neue Kirche bauen zu wollen. Die alte Dorfkirche ist nicht viel mehr als eine Ruine. Dort kann kein Gottesdienst mehr gefeiert werden. Bislang hilft man sich mit einem mit Palmzweigen überdachten Holzverschlag. Mit knapp 20.000 Euro kann dort ein völlig neues Gotteshaus gebaut werden, das überdies mithilfe einzelner Solarpanels den Menschen auch eine wenn auch bescheidene Stromquelle bieten kann. Frauen können dann Kleinstgewerbe beginnen und auch für die Dorfschule stünde Strom zur Verfügung.

Bislang haben wir 5.000 Euro für dieses Projekt beisammen. Wir können garantieren, dass Spenden, um die wir Sie alle herzlich bitten, in voller Höhe und ohne Verwaltungskosten für den Bau dieses Gotteshauses verwendet werden. Weitere Informationen stellen wir allen Interessierten gerne zur Verfügung.

 

2. Das kleine Seminar in Lomé

Jede Investition in Bildung und Erziehung bringt in einem Entwicklungsland wie Togo reiche Frucht. Bei unserem Besuch im kleinen Seminar der Erzdiözese Lomé, aus der auch unser Kaplan Joseph Afatchao stammt, waren wir zugleich beeindruckt und schockiert. Beeindruckt vom Enthusiasmus, mit dem dort 120 Jungen lernen – übrigens auch deutsch, und zwar ziemlich gut! – um sich die schulische Grundlage anzueignen, um später Theologie studieren zu können und Priester zu werden. Schockiert waren wir vom Elend der Ausstattung dieser Bildungseinrichtung. Es fehlt an Büchern, Schreibmaterialien, Heften. Und es fehlt sogar an Lebensmitteln. Deswegen werden die Kinder und Jugendlichen immer wieder während des Schuljahres in Zwangsferien geschickt, bis wieder Mittel zur Verfügung stehen, um den Schulalltag wieder aufzunehmen. Auch hier ist jeder gespendete Euro eine wirkliche Hilfe.

 

3. Ein Heim für blinde Kinder in Togoville

Selten ist mir in meinem priesterlichen Leben der Satz aus dem Evangelium „Selig, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20,28) intensiver unter die Haut gegangen als bei unserem Besuch in einem Heim für blinde Kinder in Togoville. Mit welcher Freude, Begeisterung und Tiefe die Kinder dort leben, hat uns unglaublich beeindruckt. Obwohl wir nicht angemeldet waren, kamen die Kinder zusammen, sangen und tanzten mit uns, lachten und machten ihre Späße. Die Einrichtung, die vor mehr als vierzig Jahren von einem italienischen Missionar gegründet wurde und mittlerweile ganz von einheimischen Kräften geführt wird, ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen, eine Schulausbildung bis zum Abitur sowie auch eine Berufsausbildung zu machen.

Und das mit einem Schulgeld von gerade einmal 80 Euro pro Kind und Schuljahr!

Auch diese Einrichtung lohnt es, von uns dauerhaft unterstützt zu werden.

 

Wie spenden?

Wenn Sie neugierig geworden sind und diese Projekte gerne unterstützen möchten, so ist das ganz einfach: Sie können Spenden entweder direkt beim Pfarramt in Mering (unter Nennung des einzelnen Projektes) abgeben oder auf das Konto der Pfarrei St. Michael, die Sie in diesem Pfarrbrief finden, überweisen. Bitte vergessen Sie auch hier nicht, das Projekt zu nennen, das Sie mit Ihrer Spende unterstützen möchten. Sie erhalten dafür selbstverständlich eine Spendenbescheinigung. Zugleich dürfen Sie die Gewissheit haben, dass die gespendete Summe in voller Höhe dem von Ihnen gewünschten Zweck zugute kommen wird.

 

Bitte helfen Sie mit. Wir geben von dem, was wir haben, und erhalten sogar eine „Gegenleistung“: Das Gebet der Menschen im Togo für uns und darüber hinaus das wunderbare Gefühl, Richtiges und Gutes getan zu haben. Schon jetzt sage ich allen, die helfen wollen, ein herzliches Vergelt‘s Gott!

 

Ihr Pfarrer Thomas Schwartz

 

KONTAKT

Katholisches Pfarramt
St. Michael Mering

Herzog-Wilhelm-Straße 5
86415 Mering

Telefon +49 (0)8233-74250
pfarramt@mitten-in-mering.de

Öffnungszeiten:
Montag: 9 - 12 Uhr
Dienstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Donnerstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
Freitag: 9 - 12 Uhr

SPENDENKONTEN

St. Michael Mering:
Raiba Kissing-Mering
IBAN DE08 7206 9155 0000 1264 11
BIC GENODEF1MRI

St. Johannes Meringerzell:
Raiba Kissing-Mering
IBAN DE35 7206 9155 0000 1076 89
BIC GENODEF1MRI

Mariä-Himmelfahrt St.Afra:
Stadtsparkasse Augsburg
IBAN DE64 7205 0000 0000 3602 63
BIC AUGSDE77XXX