Kirche weltweit

Klostersterben: Deutschlands einziges Trappistenkloster, Mariawald in der Eifel, wird dieses Jahr geschlossen. Grund ist der Nachwuchsmangel - das Durchschnittsalter der verbleibenden zehn Mönche liegt bei 84 Jahren. Das letzte Männerkloster der Trappisten im deutschsprachigen Raum wird somit Stift Engelszell in Oberösterreich sein. Es gibt noch zwei Frauenklöster: Maria Frieden in Dahlem in der Eifel und Gethsemani im nordpfälzischen Dannenfels.

Der älteste Priester der Welt, Jacques Clemens aus Belgien ist mit 108 Jahren im März gestorben.

Noch mit 106 Jahren feierte er regelmäßig die Heilige Messe.

Heilig/Seligsprechungen: Im Januar hat Franziskus u.a. sieben Trappisten von Tibhirine (Algerien) als Märtyrer anerkannt und so den Weg zu ihrer Seligsprechung frei gemacht. Die Männer waren unter ungeklärten Umständen 1996 aus ihrem Kloster entführt und getötet worden.

Die Aachener Ordensgründerin Clara Fey wird am Samstag, 5. Mai, in Aachen seliggesprochen; zugleich ihre drei Weggefährtinnen Luise Hense, Franziska Schervier und Pauline von Mallinckrodt.

Fey wurde am 11. April 1815 in Aachen geboren und gründete 1844 zusammen mit den genannten Frauen die Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Gegenwärtig gibt es weltweit 450 Schwestern der Kongregation.

Lourdes: Anfang Februar wurde das 70. Wunder offiziell von der Kirche anerkannt. Insgesamt soll es 30000 nicht erklärliche Heilungen geben. Im aktuellen Fall geht es um die heute 79-jährigen Franziskanerin Bernadette Moriau, die 2008 nach einer Lourdes-Wallfahrt von ihrer Lähmung geheilt worden ist.

Dazu folgende Meldung: Anfang April hat der Hl. Vater die neue „Exhortatio“ („Aufmunterung“) „Gaudete et Exsultate" („Freut Euch und jubelt") herausgegeben. Thematisiert wird, was „heilig“ heutzutage heißt. Franziskus hat dieses Thema immer wieder angesprochen. „Heilig zu sein ist kein Privileg für wenige", sagte Papst Franziskus zu Allerheiligen 2013. Daher hängt Heiligkeit auch von keiner Weihe ab. Neue Wege zum Priestertum: Der Leiter der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, hat sich in einem Interviewbuch vom Januar 2018 für die Weihe von „Viri probati" ausgesprochen. Als „viri probati" werden Männer bezeichnet, die sich in Ehe und Gemeinde bewährt haben. Stella weist darauf hin, dass der Papst selber gesagt habe: „Wir müssen darüber nachdenken, ob die 'viri probati' eine Möglichkeit sind."

Ähnlich argumentiert der emeritierte Tübinger Religionspädagoge A. Biesinger, selber ständiger Diakon. Aber er wird konkreter: „Mein Hauptanliegen ist es, dass es vor allem Priester mit zivilen Berufen gibt, weil wir in den Segmenten der Lebenswelten der Menschen präsenter sein müssen.“

Als theologische Ausbildung empfiehlt Biesinger die Entwicklung eines Bachelor-Studiengangs, in dem grundlegende und für die Praxis notwendige Inhalte gelehrt werden müssten.

China und der Vatikan: Seit 1951 bestehen zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik China keine diplomatischen Beziehungen mehr. Chinas Regierung bestand von Anfang an darauf, alle Bischöfe der römisch-katholischen Kirche selbst zu ernennen, um Kontrolle über die Kirche zu haben. Dafür gründete die KPCh die „Katholisch-Patriotische Vereinigung“. Von den rund 100 chinesischen Bischöfen sind sieben "patriotische" von Rom nicht anerkannt, drei sogar exkommuniziert. Umgekehrt amtieren 30 bis 40 Untergrundbischöfe ohne Erlaubnis von Peking. Anzahl der Christen in China: Vielleicht fünf Millionen Katholiken und zehn Millionen evangelische Christen. Seit knapp zwei Monaten kursieren Gerüchte, dass Rom chinesische Untergrundbischöfe dazu bewegen will, ihre Posten zugunsten illegitimer, aber durch das Regime in Peking anerkannter, Bischöfe aufzugeben.

In der jüngeren Kirchengeschichte gab es Parallelen: Der Fall „ Mindszenty“. Der ungarische Kardinal und Erzbischof von Budapest war in Zeiten des kommunistischen Regimes lange im Gefängnis, wurde befreit und flüchtete in die US-Botschaft. Von dort aus musste er auf Drängen des Regimes und mit Einverständnis des Vatikans das Land verlassen, zugunsten eines den Machthabern genehmen Nachfolgers.

Bischöfe in Deutschland: Zunächst ist ein großer Verlust zu beklagen. Karl Lehmann ist im März gestorben. Angela Merkel hat den verstorbenen Kardinal als "begnadeten Vermittler" zwischen den Konfessionen und Religionen gewürdigt. Die Evangelische Kirche in Deutschland  nannte Lehmann einen "Mitstreiter für das ökumenische Miteinander". Der Zentralrat der Juden in Deutschland würdigte den Beitrag Lehmanns zur Versöhnung zwischen Juden und Christen.

Eichstätt: Ende Januar hatte die Diözese öffentlich gemacht, gegen einen früheren Mitarbeiter der Finanzkammer Strafanzeige gestellt zu haben. Der Mann soll mit einem Kompagnon durch ungesicherte Kredite auf dem US-Immobilienmarkt einen Schaden von bis zu 60 Millionen US-Dollar (48,2 Millionen Euro) verursacht haben. Beide Beschuldigte sitzen in U-Haft. Da einer der beiden ein Bekannter von Bischof Gregor Maria Hanke aus gemeinsamen Studienzeiten war, geriet Hanke öffentlich unter Druck. Laut KNA habe er sogar an Rücktritt gedacht, obwohl der Mann von einem Dreiergremium ohne Beteiligung des Bischofs ausgesucht wurde.

Neue Bischöfe: Würzburg hat im Februar einen neuen Bischof erhalten: Franz Jung, ehemals Generalvikar im Bistum Speyer. Mit 51 gilt der Neue als relativ jung. Er verfügt über große Pastoral-, aber auch Verwaltungserfahrung. Im vergangenen Jahr verantwortete er die Organisation der Beerdigung von Altkanzler Helmut Kohl. In einem BR-Interview von Februar erklärte er, er könne sich vorstellen, dass es künftig auch verheiratete römisch-katholische Priester gebe.

Auch Hildesheim hat seit Anfang April einen neuen Bischof, Pater Heiner Wilmer. Der 57-Jährige war bislang Ordensoberer der Herz-Jesu-Priester. Nach seiner Priesterweihe wirkte er als Lehrer und Schulleiter am Gymnasium der Herz-Jesu-Priester in Handrup und unterrichtete zwischendurch ein Jahr in einer von Jesuiten geführten Schule für benachteiligte Kinder im New Yorker Stadtteil Bronx. Anfang April präsentierte er in Rom sein neues Buch „Hunger nach Freiheit. Mose – Wüstenlektionen zum Aufbrechen“.

Kardinal Marx steht im Kreuzfeuer wegen zwei Themen: In einem Anfang Februar ausgestrahlten BR5-Interview hatte er gesagt, er könne sich die Segnung homosexueller Paare im Einzelfall vorstellen, eine generelle Freigabe lehnt er ab. Ähnlich hatte sich vorher bereits der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode geäußert. Es hagelte Proteste.

Viel größere Wellen löste eine Meldung nach dem Ende der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe aus. Es geht um eine Orientierungshilfe, die eine Zweidrittelmehrheit der 27 Bischöfe verabschiedet hatte. Sie besagt, dass in konfessionsverschiedenen Ehen der nichtkatholische Part nach gründlicher Einzelfallprüfung zur Eucharistie zugelassen werden kann. Hintergrund: Fast jede dritte Eheschließung in Deutschland gilt als konfessionsverschieden. Zur Kommunion sind in der katholischen Kirche bisher nur Katholiken sowie Mitglieder der unierten orientalischen Kirchen zugelassen.

Anfang April kam es zum Eklat: Sieben Bischöfe - Rainer Maria Woelki (Köln), Ludwig Schick ( Bamberg), Konrad Zdarsa (Augsburg), Gregor Maria Hanke (Eichstätt), Wolfgang Ipolt (Görlitz), Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Stefan Oster (Passau) - hatten ohne Wissen von Marx einen Brief nach Rom geschickt. Sie wollen klären lassen, ob die Handreichung mit der Glaubenslehre der Kirche und ihrer Einheit vereinbar sei. Marx sieht sich im Recht, da ja jedes Bistum die Empfehlung nach eigenem Gusto umsetzen kann. Für die Ökumene sei der Vorstoß der sieben Bischöfe ein „sehr unschönes Zeichen“, betont der ZDK-Präsident Thomas Sternberg in einem Gespräch mit dem Kölner Domradio. Es erinnert an den Streit um die Beratung in Schwangerschaftskonfliktfällen. Dieser Streit hatte – ebenfalls durch ein Dissens-Schreiben des damaligen Kölner Erzbischofs - noch zu Zeiten Johannes Pauls II. die Deutsche Bischofskonferenz jahrelang gespalten.

1999 war die katholische Kirche aus der Schwangerschaftsberatung ausgestiegen, weil der Gesetzgeber die Ausstellung eines Beratungsscheines verlangt, Joh. Paul II. darin aber die Gefahr einer indirekten Zustimmung zur Abtreibung sah. So wurde u.a. aus den Reihen des ZDK Donum Vitae gegründet. Der Verein betreibt mittlerweile über 200 Beratungsstellen. Im Januar hat die Deutsche  Bischofskonferenz erstmals offiziell gewürdigt, dass sich auch der Verein für den Schutz des Lebens einsetzt und nicht nur kirchliche Beratungsstellen. Zugleich haben die Bischöfe früheren Mitarbeitern der Organisation die bisher untersagte Übernahme in katholische Beratungsstellen erlaubt.

Zuletzt eine Meldung rund um Ostern: Am Gründonnerstag hat der Hl. Vater im römischen Stadtgefängnis Regina Coeli zwölf Häftlingen die Füße gewaschen. Acht von ihnen sind Katholiken, zwei Muslime, einer ist orthodoxer, einer Buddhist. Vor Franziskus hatten bereits Johannes Paul II., Paul VI. sowie Johannes XXIII. das Gefängnis Regina Coeli besucht, allerdings nicht am Gründonnerstag. Die Fußwaschung vollzogen sie an zwölf Priestern, meist in der Lateranbasilika.

 

Hubert Biallowons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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