neues Gotteslob

Neues aus dem Gotteslob 2

Liebe Pfarrgemeinde,

ein großes Lob möchte ich an Sie aussprechen, denn Ihr fleißiges Zuhören und Mitsingen hat das "neue" Sanctus schon recht sicher und auf jeden Fall eine musikalische Bereicherung für den Gottesdienst werden lassen. Natürlich steht es weiterhin verstärkt auf dem Liedplan, sodass es rasch in Fleisch und Blut übergehen kann.

Mit Erscheinen des neuen Pfarrbriefes scheint mir dann die Zeit wieder reif zu sein, um sich an ein weiteres, neues Sanctus heranzuwagen.
Diesmal bitte ich Sie das Gotteslob unter der Nummer GL 200 aufzuschlagen. Auch hier handelt es sich nochmals um eine recht „junge“ Komposition. Sie wurde 2007 geschrieben.
Schöpfer der Melodie ist der Kölner Domkantor Oliver Sperling. Bevor ich jedoch über das Stück selbst etwas sage, möchte ich zunächst ein paar Worte zum Lebenslauf des Komponisten beifügen, denn Hintergrundwissen hilft meiner Meinung häufig, um Musik ganzheitlich erfassen zu können.
Oliver Sperling wurde 1965 in Essen geboren. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Essener Domsingknaben. Das Studium der Katholischen Kirchenmusik Essen schloss er 1991 mit Auszeichnung ab. Im gleichen Jahr wurde er musikalischer Assistent für die Chorarbeit am Kölner Dom. 1994 erfolgte dann die Ernennung zum Domkantor. Als Nachfolger von Prof. Eberhard Metternich übernahm Sperling im Jahr 1996 die Leitung des Mädchenchores am Kölner Dom. Von 1996 bis 2002 war Oliver Sperling Dozent für Gregorianik und Deutschen Liturgiegesang an der Hochschule für Musik Köln.
Motiviert durch seine chorleiterische Tätigkeit am Kölner Dom komponiert Oliver Sperling geistliche Chormusik, insbesondere A-Cappella-Werke für gleiche Stimmen. Seit 2007 ist er Mitglied des Präsidiums des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores, seit 2009 Leiter der Musikkommission des Internationalen Chorverbandes Pueri Cantores.

Nun zum Stück selbst: Im Gegensatz zu unserem bisher gelernten Sanctus (GL 192) handelt es sich diesmal nicht um einen Kanon und es steht auch nicht im ¾ Takt, sondern im 4/4 Takt. Wenn die bisherige Herausforderung darin lag, die Töne und Silben früher aufhören zu lassen als man es erwarten würde, so besteht die neue Anforderung darin, den Text einerseits in teilweise schnelle Passagen unterzubringen und anderseits länger zu dehnen als man ihn sprechen wollte. Darüber hinaus stehen etliche unbetonte Silben auf dem ersten Schlag des Taktes. Und als geübte Sänger wissen wir natürlich, dass wir die sonst betonte Zählzeit zugunsten der Nachsilbe nicht betonen sollen.
Der Tonumfang (Ambitus) des in D-Dur stehenden Sanctus beträgt acht Töne (Oktave). Die harmonische Reichweite beschränkt sich auf jeweils eine Modulationstufe (kann man an dem zusätzlichen Kreuz in den Notenzeilen erkennen). Und obwohl es „nur“ aus acht Tönen und „einer“ Modulation besteht, die zweimal wiederholt wird, ist es meiner Meinung ein sehr gelungenes und beeindruckendes Sanctus, weil es genau an den richtigen Stellen das zum Einsatz bringt, was man sich dort wünschen würde. Als Beispiel dafür wäre das Hosanna zu nennen - hier schwingt sich die Melodie zum höchsten Ton aufwärts. Und wo würde man den höchsten Ton mehr erwarten, als bei diesem Jubelruf? Darüber hinaus finde ich - wie auch bei unserem bisher gelernten Sanctus -, dass die Synthese zwischen altem und neuem Duktus ausgezeichnet umgesetzt und so ein „modernes“ Lied geschrieben wurde, das in der Praxis gerne verwendet werden will.
Wie klingt nun das neue Sanctus? Einen kleinen Vorgeschmack können Sie sich schon mal aus dem Internet holen:

Mit Sängern: https://www.youtube.com/watch?v=ITvSRTVsomM

Ohne Mitsingen: https://www.youtube.com/watch?v=L2sQP81-WSk
Mit stimmlicher Stütze: https://www.youtube.com/watch?v=x0OvguBqXyw
Für alle, die keinen Internetzugang haben, ist das selbstverständlich kein Hinderungsgrund, das Sanctus nicht lernen zu können. Wir werden die bewährte Methode vom letzten Mal wieder anwenden. Sie können das Lied in einer Improvisation während der Kommunion, mal zur Gabenbereitung oder zum Auszug hören. Später werden wir es dann mit meiner stimmlichen Unterstützung selbst singen lernen.

Ihr Kirchenmusiker
Christian Schwarz

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