Mehr als bloße Äußerlichkeit

Egal was man von der Pfarrei St. Michael an Öffentlichkeitsarbeit sieht, es folgt einer klaren Linie und einem wiedererkennbarem Design. Das Erscheinungsbild u.a. der Homepage www.mitten-in-mering.de und des Pfarrbriefes verdanken wir Werner Halla.

Werner, wie bist du denn zu deinen Beruf Grafikdesigner gekommen?

Gezeichnet habe ich als Kind schon gerne. Zum Design-Studium bin ich allerdings auf Umwegen gekommen. Vorher habe ich noch eine quasi „solide“ Ausbildung in einer Druckerei absolviert und das Handwerk von der Pike auf gelernt.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten muss man denn als Grafiker mitbringen?

Gespür für Form, Farbe und schöne Gestaltung ist – wenn überhaupt – die halbe Miete. Im Alltag ist Konzeptionsstärke der wichtigere Bestandteil: d.h. sich mit der Zielgruppe auseinanderzusetzen, die richtigen Ideen und Strategien zu finden (Werbe-)Botschaften bzw. Informationen schlüssig für die Zielgruppe darzustellen, um diese dadurch für sich zu gewinnen.

Gerade die Entwicklung von Websites ist in den letzten Jahren vermehrt zur Herausforderung für „Gestalter“ geworden. Die Schnelllebigkeit unserer Zeit und die Vielzahl an mobilen Geräten erfordert ein Umdenken, Informationen gut und sofort wahrnehmbar für den Benutzer aufzubereiten.

 

Und wie wird man dann zum „Pfarrei-Grafiker“?

Wenn ich mich recht erinnere, war es im Frühjahr 2011. Pfarrer Schwartz hatte in der Sonntagsmesse um Mitstreiter zum Aufbau der Pfarreihomepage geworben. Nach einem Ratsch vor der Kirche ist es dann passiert und wir haben die Sache fix gemacht. So durfte ich dann quasi vom ersten Tag an mit dabei sein. Zu meiner Internet-Tätigkeit ist dann eben auch die Gestaltung weiterer Medien, wie z.B. der Pfarrbrief oder das Heft für die Firmlinge dazugekommen.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit in der Pfarrei?

Für neue Ideen und zu größeren Projektbesprechungen kommen wir in großer Runde mit Pfarrer Schwartz zusammen. Ansonsten sind wir gut vernetz oder treffen uns im kleinen Kreis auch mal spontan auf eine Besprechung beim Andechser oder Daniele :-)

In den letzten Jahren hast du die Internetseite, einige Auftritte in Social Media und auch das Printdesign z.B. für den Michel entworfen. Was schaust du dir selbst am liebsten an und warum?

Das Internet mag ich am meisten, weil es lebt, sich neu erfindet und gestalterisch immer wieder ausbaufähig ist. Ein Highlight in meiner Pfarrei-Arbeit war aber sicherlich auch der Entwurf und die Gestaltung des Etiketts vom Michaeli-Bier vor gut zwei Jahren. Das war eher Spaß und Entspannung als Arbeit für mich - so etwas macht man nicht jeden Tag.

Bist du schon auf deine Arbeit angesprochen worden? Was sagen denn die Meringer?

Von denen die mich kennen, bin ich lobend angesprochen worden. Ansonsten, glaube ich, dass Design von den meisten Leuten eher unterbewusst und teilweise vielleicht auch un-hinterfragt wahrgenommen wird.

 

Du warst mit dabei beim 1. Medientag der Diözese, was war besonders interessant für dich?

Besonders neugierig war ich natürlich zu sehen, wie andere Pfarreien in der Diözese Öffentlichkeitsarbeit wahrnehmen und nach außen hin über z.B. Pfarrbrief und Website auftreten. Hierzu gab es beeindruckende optische Ergebnisse mit sehr guten Ideen zu sehen. Ein klein wenig Zeit neben dem Tagesprogramm und den angebotenen Workshops blieb noch, direkt mit Leuten aus anderen Pfarreien zu sprechen. Bezgl. der Workshops habe ich bewusst Themen gewählt, die Einblicke in Gebiete jenseits meines Arbeitsbereiches gaben, z.B. über die Arbeitsweise der Katholischen Nachrichtenagentur, die auch in Augsburg ein Regionalbüro hat.

Das Highlight war doch sicherlich die Preisverleihung. Mering hat den Preis für das beste Gesamtkonzept der Öffentlichkeitsarbeit abgesahnt-Herzlichen Glückwunsch! Die Optik geht dabei ja auf dich zurück, da ist man doch sicher stolz oder?

Auf jeden Fall. Das ist eine schöne Bestätigung dafür, dass wir vieles in den vergangenen Jahren richtig gemacht haben und unsere Arbeit Früchte trägt. Wobei die Grafik nur die sichtbare Spitze des Eisberges ist. Hinter dem Gesamtkonzept steckt ein tolles Team aus Fachleuten, die ihre Berufs-Kompetenz aus Programmierung, Redaktion, Social-Media und Internet-Security mit in unsere Pfarrgemeinde bringen. Oder auch einfach Ehrenamtliche, die fit auf dem Gebiet Öffentlichkeitsarbeit sind. Darauf können wir hier in Mering wirklich stolz sein.

 

Stehen bald noch irgendwelche Projekte an?

Ja – „Mitten-in-Mering 2.0“ – unsere Pfarreihomepage soll nun nach ihrem ersten Start Anfang 2012 optisch erneuert und damit auch flexibler für mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets usw. gemacht werden. Dabei liegt unser Fokus besonders auf Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit. Wir wollen Dienstleister sein – alle Alters- und Zielgruppen in Mering und Umgebung sollen gleichermaßen gut in Bezug auf die Themen, die sie bewegen, „abgeholt“ werden. Zugleich soll die Kommunikation und der Mitmach-Faktor erhöht werden. Die Menschen sollen in Themen rund um unseren Glauben und unsere Pfarrgemeinde auf verschiedenen Kanälen mitreden dürfen. Hierzu existieren schon tolle neue Ideen, auf die sich die Meringer in jedem Fall freuen dürfen...

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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Telefon +49 (0)8233-74250
pfarramt@mitten-in-mering.de

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Montag: 9 - 12 Uhr
Dienstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Donnerstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
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