Faschingspredigt 2020: Kosmetik für die Seele

Faschingspredigt 2020 v. Tino Zanini, 23.02., StM 8:30, 10:30, Mt 5, 38-48

Kosmetik für die Seele

 

Sehr lange hab‘ ich nachgedacht,
hab’ manches zu Papier gebracht!
Es sollte zu den Texten passen,
was wir so tun soll’n, oder lassen.
Dies wird sehr klar uns heut‘ gesagt
und unser Leben hinterfragt.


Ich wollt‘ erst nach Italien geh’n,
dann dacht‘ ich, wär auch Spanien schön,
man könnt‘ auch mal nach Asien fliegen
und da auf den Massage-Liegen
nachdenken, denn was macht es schon
wo mich ereilt dann, die Vision!

Doch leider, ach herrje! oh Graus,
die Meilen-Plätze war’n schon aus.
So musst‘ ich in Geduld mich fassen,
das Reisen andern überlassen.
Doch glaubt man ’s kaum, wenn ich erzähle,
zu Haus kam’s mir: ’s geht um d‘SEELE!


Jeder Heide, jeder Christ, weiß wohl, was Kosmetik ist.
jeder Mensch, ob Mann, ob Weib, tut ja etwas für den Leib,
wäscht und salbt sich Haupt und Glieder,
geht zum Doktor hin und wieder,
um auch seine Innereien
stets von Übeln zu befreien.


Leider – oder Gott sei Dank –
werden viele trotzdem krank,
denn sie lassen arg es fehlen,
an Kosmetik für die Seelen.
Hier komm‘ ich als Fachmann heute,
nun hört gut zu, ihr lieben Leute!

Wenn die Seele sanft erwacht,
morgens zwischen fünf und acht,
braucht sie Stärkung für den Tag,
der Gott weiß, was bringen mag.
Drum empfehl ich gegen Sorgen
das Gebet am frühen Morgen.

Hat die Arbeit uns am Kragen,
rebellieren Herz und Magen,
läuft die Galle, kocht das Blut,
- hier sind Stoßgebete gut - !
Sie sind „Balsam auf die Schnelle“
für manch wunde Seelenstelle.

Abends, nach des Tages Plage
braucht der Mensch ganz ohne Frage,
noch den Seufzer: „Gott sei Dank!“
ohne diesem wird er krank.
Das verhärtete Gemüt
wird gelockert durch ein Lied.

Besser ist die Sing-Massage,
als wenn Zorn dich bringt in Rage.
Runzeln, Pickel oder Falten,
die sich in der Seele halten,
müssen wir mit Liebe glätten,
anders ist sie nicht zu retten.

Wollen Sünden sie zermalmen,
hilft das Singen alter Psalmen!
Als Korsett und Seelenmieder
braucht der Mensch auch hin und wieder
ein ganz kräftiges Gebot,
denn die Seele wird sonst tot.

Mancher hier – es ist kein Scherz –
kennt das Wörtchen „Seelenschmerz“.
Dieser Zustand macht auf Dauer
Herz, Gemüt und Magen sauer.
Drum, als Natron für die Seele
das Gespräch ich sehr empfehle.

Ist die Seele arg geschunden
heilt ein Pflaster viele Wunden,
es wird einfach Trost genannt,
ist nicht immer schnell zur Hand.
Seelen lassen sich entgiften,
wenn die Menschen Frieden stiften.

Als Expander für die Seele
Einkehrtage ich empfehle.
Diese zieh’n sich oftmals hin,
haben aber tief’ren Sinn.
Hier könnt‘ man auch Bücher schreiben,
und wenn’s Spaß macht, länger bleiben.

Wie tät’s doch mancher Seele gut,
wenn sie trüg, den violetten Hut.
Sie könnt‘ auch weiter delegieren,
in einem Bistum mitregieren.
Sie bräucht‘ davor dann einfach nur
’ne läng‘re Bau-Entziehungskur!

Wird die Seele unempfindlich
braucht sie Buße, aber gründlich!
Merket! – Habgier oder Geiz
nimmt der Seele jeden Reiz,
sie wird platt wie eine Flunder,
Großmut wirkt dagegen Wunder.

Eitelkeit und dummer Stolz
macht die Seele hart wie Holz.
Rachsucht macht die Seele klein,
Machtgier macht sie hart wie Stein.
Der Seele Demut ist gefragt.
Der Franz in Rom hat’s auch gesagt!

Hat die Seele Eiterbeulen
- das gibt es auch, es ist zum Heulen –
wenn es so schlimm um sie steht,
setzt sie schleunigst auf Diät.
Weg mit allem was gefährlich,
in sich gehen, aber ehrlich!

Manche Seele bekam Schwung,
wurde wieder frisch und jung,
weil sie sich mal liften ließ
und auf Gleichgesinnte stieß,
die mit ihr nach Freude strebten,
mit dem Blick nach „oben“ lebten.

Die Kosmetik unsrer Seele,
gebe Gott, dass sie nicht fehle,
dass zur Wahl bei uns im März,
wir auch hör’n auf unser Herz,
nicht nur folgen dem Kalkül,
denn es steht viel auf dem Spiel!

Ja, die Freude, liebe Leute,
das ist mein Geheimtipp, heute.
Freude haben, Freude machen,
freuen, singen, beten, lachen
ist Kosmetik für die Seelen,
dringend will ich sie empfehlen!
Denn Gott, Er schuf die Seelen schön,
und schön will Er sie wieder seh‘n!

Amen

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